Defending Sicherheitsschulungen

Training zur Verbesserung einer Sozialkompetenz für den Bereich Schule

 

Zielsetzung


Generelle Zielsetzung unserer Sicherheitsschulungen ist die Vermittlung von Verhaltensstrategien, wie z.B.  bei Gefahr Hilfe von anderen Personen einfordern, Einsatz der Stimme oder körperlicher Widerstand bei akuter Bedrohung.
Dagegen zielen die Sozialkompetenztrainings darauf ab, den Teilnehmenden die Möglichkeit zu bieten, Strukturen der Ausgrenzung, des mobbing, und der Konfliktentstehung zu erkennen.
Ab Klasse 5 erarbeiten wir zusätzlich die Elemente, Vorgänge und Bedeutung sozialer Interaktion und Kommunikation.

 

Das Training zur Verbesserung einer Sozialkompetenz bedarf nach unserer Einschätzung keines zusätzlichen Informationsabends, denn die Thematik und Arbeitsweise des Defending-Teams hierzu, wurde bereits auf dem ersten Informationsabend erläutert.
Dennoch kann auf ausdrücklichen Wunsch von Eltern oder Schule ein Informationsabend (maximale Dauer: 1Std.) stattfinden.

 

Unsere Entscheidung, die Sicherheitsschulungen von den Sozialkompetenzschulungen zu trennen, begründen wir wie folgt:

 

Das Erlernen von Techniken zur Selbstverteidigung und Selbstbehauptung ermöglicht eine schnelle Reflexion eigener Ressourcen, bzw. führt zu einem hohen Maß an Selbsterfahrung hinsichtlich des eigenen Körpers. Die Teilnehmenden erleben so die Möglichkeiten und Grenzen der Wehrhaftigkeit.
Unser Training ist keinem Leistungscharakter untergeordnet, den Teilnehmenden wird eine überschaubare Anzahl leicht erlernbarer Techniken zur Verfügung gestellt, so dass sie Erfolgserlebnisse sammeln können. Auf diesem Wege der positiven Verstärkung finden unsere Trainer einen optimalen Zugang zu den Teilnehmenden.

 

Während die Sicherheitsschulungen im wesentlichen darauf abzielen, den Teilnehmenden einen Raum zum Erleben und Anwenden möglicher Widerstandshandlungen zur Verfügung zu stellen, fordern die Kurse zur Sozialkompetenz zum Gewaltverzicht bei Konflikten unter Kindern gleichen Alters auf.
Die Strategien der Selbstbehauptung bei Übergriffen durch z.B. Personen mit pädophiler Veranlagung oder anderen Sexualstraftätern müssen nach unserer Einschätzung klar abgegrenzt werden von Strategien der Selbstbehauptung bei Konflikten mit Gleichaltrigen.

 

Dazu gehört die Schulung von Selbst- und Fremdwahrnehmung (welche Aktion, löst welche Reaktion bei dem Gegenüber aus), die auf einer anderen Ebene zur Befähigung für Konfliktbewältigung dienen. Durch den Einsatz spezieller Rollenspiele erfahren die Schüler wie “Aktion-Reaktion-Ketten“ funktionieren.
In der Interaktionserziehung hat sich die Verwendung von Rollenspielen zur Förderung einer allgemeinen sozialen Kompetenz, zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Erleben und der offenen Begegnung mit anderen etc. bewährt.


Wir betrachten unsere Arbeit weder als Therapieersatz, noch versuchen wir gruppenbezogene Psychodramata durchzuführen.
Im Training verwenden wir erprobte Rollenspiele mit pädagogischem Charakter, die durchaus ein ernsthaftes Lernen unterstützen. Die eingesetzten Rollenspiele beinhalten eine festgelegte überschaubare Anzahl “sozialer“ Alltagssituationen. Damit können die Schüler gezielt und kontrolliert üben und arbeiten. Der darin enthaltene positive Aufforderungscharakter ist uns wichtig, da er ohne zusätzliche Anreize das Mitmachen unterstützt.
Es soll die Bereitschaft gefördert werden sich auf Neues einzulassen und neue Erfahrungen als Kontrast zum Alltag zuzulassen. Die Fähigkeit Verhalten selbst zu steuern und sich frei entscheiden zu können (innerhalb bestimmter Regeln), wird somit erlernt. Im Fokus der Rollenspiele steht deshalb auch nicht das Herausfiltern von Gewinnern und Verlierern.
Die Schüler rezipieren nicht passiv Informationen, sondern setzen sich aktiv mit anderen auseinander und entwickeln dabei schneller einen Zusammenhalt, als z.B. bei einer Unterrichtsform, die ein Belehren in den Mittelpunkt stellt. 
Eine distanzierende und reflektierende Trennung von Ich und Rolle wird durch den Einsatz von Rollenspielen mit “Als – ob“ – Charakter ermöglicht4. Die Spielhandlung wird zur “Sache“  und kann hiermit zum Abbau von Ängsten vor “ernsten“ Konsequenzen führen.

 

Mit dem Training möchten wir es den Teilnehmenden ermöglichen:

 

  • Strukturen, die konfliktimmanent sind, zu begreifen


  • Persönliche Betroffenheit bei Konflikten zuzulassen


  • Selbstkonzepte aufzubauen bzw. zu festigen

 


In der letzen Einheit möchten wir mit einer Aufgabe, die nur durch Zusammenarbeit in Teams zu lösen ist, das Miteinander innerhalb der Gruppe verbessern und durch die Gruppe fördern.

 

 

4: Vgl. dazu Prof. Dr. Herbert Gudjons (Hrsg.):: Spielbuch Interaktionserziehung. In: Schriften zur Beratung und Therapie im Raum der Schule. Julius Klinkhardt/ Bad Heilbrunn/Obb. 2003, S. 28-30.

 

 


Copyright (C) 2006-2008 Defending-Team.      Impressum      03/07/07      

 

 

 

Jetzt unverbindlich Infomaterial anfordern !

 

Kindergeburtstage

Wir organisieren Ihren Kindergeburtstag !  mehr >>

 

Selbstbehauptung an Schulen

Schulen sind nicht selten Aktionsfelder auf denen sich Aggressionen von SchülerInnen auf unterschiedliche Weise entladen ...          mehr >>

 

Kinder zum Thema Gefahr und Angst

mehr >>

 

Gehe zu: